Auf einen Blick

Die Deutsche Schule in der Provinz Málaga – Colegio Alemán Juan Hoffmann – ist eine selbstständige Privatschule, die im Jahr 2008 weltweit als erste Schule das Gütesiegel Exzellente Deutsche Auslandsschule erhalten hat.

Die Schule ist von deutschen und spanischen Behörden offiziell anerkannt. Sie ist vom spanischen Erziehungsministerium genehmigt und wird von der „Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland" als offizielle Deutsche Auslandsschule geführt und beaufsichtigt. Die „Zentralstelle für das Auslandsschulwesen" (ZfA) betreut im Auftrag des Auswärtigen Amtes die Schule personell und pädagogisch. So vermittelt die ZfA von den Kultusbehörden der einzelnen Bundesländer beurlaubte Lehrer für eine begrenzte Zeit an die Schule und zahlt jährlich Schulbeihilfe. Neben den derzeit 12 entsandten Lehrkräften unterrichten an der Schule 10 spanische und 24 deutsche Ortslehrkräfte.

Dank der Förderung aus Deutschland liegt die Höhe des erforderlichen Schulgeldes deutlich unter den übrigen internationalen Privatschulen der Region.

 

Zur Geschichte

Die Schule wurde 1898 in der Stadt Málaga durch den damaligen kaiserlichen Konsul und den Pfarrer der deutschen evangelischen Gemeinde gegründet. Unter Förderung im Kaiserreich und in der Weimarer Republik entwickelte sich die Schule schon damals als Begegnungsschule, die auch spanischen Kindern offenstand. Mit Kriegsende 1945 wurde die Deutsche Schule Málaga wie die übrigen deutschen Auslandsschulen weltweit durch die Alliierten geschlossen.

1967 erfolgte die Neugründung durch die Initiative des damaligen deutschen Generalkonsuls Juan Hoffmann, der bis zu seinem Tod 1998 die Schule als Schulvereinspräsident und großzügiger Förderer aus kleinen Anfängen bis zur offiziellen Deutschen Auslandsschule weiterentwickelt hat.

 

Die aktuelle Schulstruktur

In den letzten Jahren hat sich die Deutsche Schule in der Provinz Málaga zu einer voll ausgebauten „Begegnungsschule" entwickelt. Diese Begegnungsschulen (in Spanien: Barcelona, Bilbao, Las Palmas, Madrid, Málaga, Santa Cruz de Tenerife und Valencia) haben eine bilinguale Ausbildung deutscher und spanischer Schüler zum Ziel. Der Unterricht erfolgt auf der Basis gemeinsamer Pläne (Lehrpläne, Stundentafeln, Zeugnis- und Versetzungsordnung, Reifeprüfungsordnung u.a.), die von den innerdeutschen Behörden genehmigt sind. So sind Wechsel von einer Deutschen Schule in Spanien zur anderen im Allgemeinen auch unkomplizierter als der Wechsel von und zu einer innerdeutschen Schule, der angesichts der unterschiedlichen Bildungsgänge in den einzelnen Bundesländern nicht immer völlig reibungslos verläuft.

 

Zur Lage und zum Einzugsbereich der Schule

Die Schule liegt etwa 15 km östlich von Marbella auf einem von Pinien und Korkeichen bewaldeten Hügel, etwa 400 m über dem Meeresspiegel. Die Entfernung von der Autovia A7, Málaga-Cádiz (ehemalige N-340), beträgt etwa 5 km. In direkter Nachbarschaft zur Schule befinden sich die spanische Privatschule ECOS (eine katholische Jungenschule) und die Tennis-Akademie Hofsäss (offizieller Stützpunkt des  Deutschen Tennisbundes mit angeschlossenem Sportinternat in Kooperation mit der Deutschen Schule).

→ Anfahrt

Die Schüler der Deutschen Schule wohnen in einem Einzugsbereich, der sich jeweils 50 km östlich und westlich der Schule (von Málaga bis Estepona) entlang der Küste erstreckt. Der größte Teil der Schüler wird durch die neun offiziellen Schulbuslinien zur Schule und nach Hause gebracht. 

 

Schülerzahlen und Klassen

Zu Beginn des Schuljahres 2013/2014 verteilen sich 695 Schüler (Nationalitäten: 211 dt., 327 span., 82 dt./span. und 75 andere Nationalitäten) auf acht Kindergartengruppen (eine Kleinkindergruppe, fünf altersgemischte Gruppen von 3–4 Jahren und zwei Vorschulgruppen), acht Grundschulklassen (1. bis 4. Klasse je zweizügig), zwei 5. Klassen (gymnasial geführte Orientierungsstufe) sowie 14 Gymnasialklassen (Klassen 6 bis 12).21 Haupt- und Realschüler werden – bei teilweiser Differenzierung – in den Gymnasialklassen geführt. Die Klassengrößen liegen zwischen 18 und 25 Schülern.

Haupt- und Realschüler werden - bei teilweiser Differenzierung - in den Gymnasialklassen geführt. Die Klassengrößen liegen zwischen 16 und 28 Schülern.

 

Fremdsprachenfolge:
Englisch ab Klasse 5, Französisch ab Klasse 9
Unterrichtssprachen:
Deutsch und Spanisch ab Kindergarten
Naturwissenschaften:
Biologie ab Klasse 5, Physik ab Klasse 7, Chemie ab Klasse 8
Wahlmöglichkeiten:
Wahl zwischen Französisch (sprachlicher Schwerpunkt) und Physik (naturwissenschaftlicher Schwerpunkt) für die Klassen 11 und 12; Informatik fachintegriert in Klasse 5 bis Klasse 9, freiwillig zusätzlich ab Klasse 10 bis Klasse 12

Klassengebundenes System in der gymnasialen Oberstufe. 

 

Prüfungen und Abschlüsse

  • Hauptschulabschluss nach der 9. Klasse
  • Realschulabschluss nach der 10. Klasse
  • Deutsche allgemeine Hochschulreife am Ende der 12. Klasse

Neu in die Schule eintretende deutschsprachige Schüler, die noch keine Kenntnisse in der spanischen Sprache besitzen, erhalten eine Nachholfrist von zwei Jahren, während der sie durch Unterricht in Kleingruppen auf den Klassenstand gelangen sollen. In halbjährlichen Überprüfungen wird der jeweilige Wissensstand kontrolliert. Ab dem dritten Schuljahr  wird das Fach Spanisch versetzungsrelevant benotet, wobei ein gestaffeltes „Bonus“-System noch mehrere Jahre danach Rückstände ausgleichen hilft. Spanisch ist damit innerhalb der bilingualen Ausbildung als Zweitsprache zu betrachten und hat deshalb auch in der Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife einen entsprechenden Stellenwert.




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