Schulpsychologin

Astrid Geisler
Diplom-Psychologin 

ist seit März 2013 Schulpsychologin der DS Málaga.
Sie besitzt außerdem seit 1994 eine eigene Praxis in Marbella.
Das Büro von Frau Geisler befindet sich unmittelbar links vor dem Comedor.

Ihre Dienstzeiten sind:
• dienstags von 9–17 Uhr
• mittwochs von 9–17 Uhr
• donnerstags von 9–13 Uhr

Kontakt:
Tel. 952831417 / 952831692 (über das Schulsekretariat)
E-Mail: geisler(at)dsmalaga.com

 


Legasthenie, Mobbing, Erziehungsfragen:
der schulpsychologische Dienst

Seit März 2013 verfügt die Deutsche Schule Málaga über
eine Schulpsychologin. Astrid Geisler arbeitet 20 Stunden in
der Woche, in denen sie sowohl Schüler, Eltern als auch Lehrer
berät. Jens Bartilla hat sie in ihrem Büro besucht und sich
mit ihr über ihre Arbeit unterhalten.

 

Frage: Warum braucht eine Schule einen psychologischen
Dienst?

Geisler: Es besteht Bedarf. Es kommen Eltern, Kinder, Schüler
und auch Lehrer zu mir. In den ersten Monaten hatte ich
schon sehr viele Termine.


Frage: Mit welchen Fragen kommen die zu Ihnen?

Geisler: Zum Beispiel kommen Lehrer zu mir, die Schüler in
ihrer Klasse haben, die Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren
oder die noch wenig Sozialverhalten entwickelt
haben, weshalb sie die Regeln nicht richtig befolgen können
oder die sich nicht gut in die Gemeinschaft integrieren können.
Schüler kommen zu mir, wenn sie sich zum Beispiel abgelehnt
fühlen von Mitschülern oder Lehrern, Probleme zu
Hause haben oder mit den Anforderungen in der Schule;
Eltern stellen mir manchmal Erziehungsfragen: Was kann ich
besser machen?
Ich habe auch schon Schüler in meiner Sprechstunde gehabt,
die Panikattacken haben – da gibt es wirklich gute Methoden,
um diesen Kindern dann zu helfen.
Legasthenie ist auch ein großes Thema. Und manchmal kommen
auch Lehrer, die Tipps haben wollen, die wissen wollen,
was sie verbessern könnten an ihrer Art zu unterrichten.

 

Frage: Wie nehmen die Schüler Kontakt zu Ihnen auf?

Geisler: Die meisten schicken mir eine E-Mail. Das ist ein
Weg, bei dem Schüler weniger Hemmungen haben, den
schulpsychologischen Dienst in Anspruch zu nehmen. Manche
sprechen mich auch direkt an. Man kann auch bei der
Sekretärin anrufen und sich über Frau Korff einen Termin bei
mir geben lassen, aber viele ziehen die E-Mail vor, weil sie
„anonymer“ ist. Gerade die etwas älteren Schüler, also so ab
der siebten oder achten Klasse, haben Hemmungen, zu mir
zu kommen. Diese Schüler brauchen die Gewissheit, dass sie
mitbestimmen können, mit wem ich spreche.

 

Frage: Welche Erfahrungen als Schulpsychologin haben
Sie?

Geisler: Ich habe am Anfang meiner Berufstätigkeit in einer
Grundschule als Psychologin gearbeitet und habe mich dort
um Kinder mit Problemen gekümmert.

 

Frage: Haben Sie schon viel zu tun?

Geisler: Sagen wir so: Es kommt keine Langeweile auf. Es lief
von Anfang an sehr gut. Jetzt zum Schuljahresbeginn lief es
langsam an, aber mittlerweile habe ich wirklich viel zu tun.
Ich merke vor allem, dass es wichtig ist, dass ich spanisch
spreche.

 

Frage: Spielt die Zweisprachigkeit der Schule eine Rolle
bei Ihrer Arbeit?

Geisler: Ja, sogar eine ziemlich große. Sprache hat ja immer
auch mit Integration zu tun. Ich spüre, dass es hier zum Teil
starke Gruppierungen aufgrund der Sprache gibt. Auch
deshalb ist es wichtig, dass ich in beiden Sprachen mit den
Schülern, aber auch mit den Eltern sprechen kann.

 

Frage: So ein schulpsychologischer Dienst ist in gewisser
Weise auch ein Luxus, den sich die Schule leistet. Rechnet
sich das auf Dauer auch für die Schule?

Geisler: Da bin ich ganz sicher, denn das wird sich auf lange
Sicht positiv auf die Atmosphäre an der Schule auswirken.
Auch wenn die Schüler mit Themen kommen, die nicht schulisch
sind, wirkt sich ihr Wohlbefinden letztendlich auf die
Klasse aus. Wobei ich sagen muss, dass ich ja nur berate und
keine Therapien mache. Aber dennoch bin ich überzeugt,
dass sich meine Arbeit für die Schule lohnt, weil alle Seiten
von ihr profitieren: Schüler, Lehrer und Eltern.

 

Das Interview wurde von Jens Bartilla geführt.

 

 




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