Unser Konzept

„Das Kind ist nicht ein leeres Gefäß,
das wir mit unserem Wissen angefüllt haben
und das uns alles verdankt.
Nein, das Kind ist der Baumeister des Menschen,
und es gibt niemanden, der nicht von dem Kind,
das er selbst einmal war, gebildet wurde.“

(M. Montessori)


Wir verstehen uns gut!“

Der Kindergarten der Deutschen Schule in der Provinz Malaga ist eine bilinguale Einrichtung, in der sich Kinder ganz unterschiedlicher Nationalitäten begegnen.

Jedes Kind bringt einen anderen familiären Hintergrund, unterschiedliche kulturelle Erfahrungen und immer seine eigene Persönlichkeit mit ein.

Diese verschiedenen Voraussetzungen beinhalten ein ungeheures Lern- und Erfahrungspotential, das die Kinder nutzen, um gemeinsam ihre Welt zu erkunden.

In unseren altersgemischten Gruppen gehen die Kinder offen mit dem Neuen um, lassen sich mit großer Neugier auf das Unbekannte ein und haben viel Spaß und Freude an dieser Art des Lernens.

Besuchen Sie uns, um selbst zu erfahren: „Wir verstehen uns – tatsächlich – gut!“ 


Kindergartenkonzept zum Herunterladen

Ziele (Präsentation Elternabend)

Auftrag des Kindergartens

Der Kindergarten der Deutschen Schule in der Provinz Malaga  erfüllt einen Erziehungs- und Bildungsauftrag.

Der Träger der Deutschen Schule Malaga ist das Patronat. Zwei Mitglieder des Patronatsvorstands sind Ansprechpartner für das Personal.

Der regelmäßige Informationsaustausch zwischen dem Patronat und den Mitarbeitern des Kindergartenteams ist wichtig, um die jeweilige Arbeit transparent zu machen und den gegenseitigen Erwartungen gerecht zu werden.

Die Bedeutung der Kindergartenarbeit als Basis für die spätere Schulbildung wird anerkannt und sollte besonders gefördert werden.

In unseren sechs altersgemischten Gruppen haben Kinder die Möglichkeit, im Umgang mit jüngeren sowie älteren Spielgefährten ein angemessenes Sozialverhalten zu erlernen und Selbstständigkeit zu entwickeln.

In einer zusätzlichen siebten altershomogenen Gruppe bieten wir Kindern unter 3 Jahren die Möglichkeit frühzeitig mit der deutschen Sprache vertraut zu werden, um sich im folgenden Jahr leichter in die altersgemischten Gruppen integrieren zu können.

Während der Zeit, die das Kind im Kindergarten verbringt, bieten wir ihm Freiräume zur Entfaltung seiner eigenen Persönlichkeit und zum Aufbau emotionaler Stärke, so dass es lernt, sich selbst als Individuum zu begreifen.

Die Vermittlung von Werten und Normen ist ein wichtiges Erziehungsziel innerhalb der Familie. Der Kindergarten als Familien ergänzende Einrichtung unterstützt dieses Ziel: das Verinnerlichen von Werten und Normen bedeutet für die Kinder Sicherheit und Orientierungshilfe in einer Zeit großen gesellschaftlichen Wandels.

Durch die Tatsache, dass sich in dieser Einrichtung deutschsprachige und  spanische Kinder treffen, entsteht die Chance einer bilingualen, Kultur übergreifenden Entwicklung:
Das Lernen erfolgt in einem interkulturellen Rahmen, der dem Kind erlaubt, sich selbst als Individuum einzubringen, sich durch die Begegnung mit anderssprachigen Kindern aber auch für Neues zu öffnen.

Pädagogischer Ansatz

„Erzähle mir und ich vergesse.
Zeige mir und ich erinnere mich.
Lass es mich tun und ich verstehe.“
 
(Konfuzius)

                                       
Kinder sind als Subjekte und Akteure ihrer Entwicklung zu sehen.
Das Kind lernt durch Handeln, es erobert sich seine Umwelt durch aktiven Einsatz aller Sinne.

Je mehr Sinneseindrücke am Lernprozess beteiligt sind, desto besser bleibt das Erlernte im Gedächtnis haften. Im Umgang mit den Kindern steht daher für uns eine ganzheitliche Erziehung des Kindes im Vordergrund, mit Einflüssen von Fröbel, Montessori und dem situationsorientierten Ansatz:

Im Kindergartenalltag ergeben sich ständig Situationen, die Anregung für unterschiedlichste Erfahrungen und Lerninhalte bieten können:

  • So kommt man z.B. anlässlich einer Bilderbuchbetrachtung  ins Gespräch über Erlebtes.
  • Konflikte bieten die Möglichkeit, neue Lösungsstrategien zu entwickeln.
  • Der Einsatz von Montessori- Material unterstützt die Kinder in ihrem Streben nach Selbständigkeit.
  • Meditation /  Traumreisen können den Kindern Unterstützung bei der Verarbeitung von Ängsten, Wut, Unsicherheit und anderen emotionalen Problemen geben.

Ziel der Elementarpädagogik ist nicht nur die Schulfähigkeit des Kindes, sondern auch seine Lebenstüchtigkeit.


1.  Das Kind im Mittelpunkt

In unserem Kindergarten findet das Kind ein Umfeld, das es ihm gestattet, in einer Atmosphäre von Sicherheit und Geborgenheit Neues zu wagen und daraus resultierend Selbstbewusstsein zu entwickeln.

In der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erfährt es erste demokratische Prozesse und kann bei Entscheidungen, die die Gruppe betreffen, mitbestimmen.

Es erhält genügend Freiraum, Geheimnisse zu haben, auch Fehler zu machen (daraus kann man lernen!), findet eine Auswahl an Materialien vor, die ihm erlauben, seine Interessen und Fähigkeiten zu vertiefen, sich seinen Fähigkeiten und Interessen gemäß zu entwickeln.

Die Kinder haben ein Recht auf Bewegung, aber auch auf Ruhephasen.
Unterschiedliche Bedürfnisse können zu Konflikten führen. Im täglichen Zusammenleben lernen die Kinder, ihre jeweiligen Bedürfnisse auszuleben aber auch Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen zu nehmen.

Kinder haben ein Recht auf:

  • Sicherheit und Geborgenheit
  • Zuwendung
  • Gesunde Ernährung
  • Ruhe / Entspannung
  • Lernen, mit Gefahren umzugehen
  • Forschen und Experimentieren
  • Individuelle Förderung
  • Lernen im eigenen Tempo
  • Bewegung
  • Geheimnisse


2. Die Bedeutung des Spiels

„Der Mensch ist immer dort
 ganz Mensch wo er spielt.“  
( F. Schiller )

Durch das Spiel lernen die Kinder zu denken, zusammenhängend zu sprechen, schnell zu kombinieren, sich räumlich zu orientieren und selbst zu organisieren. Konfliktlösung, Respekt für andere, Teamfähigkeit  werden in spielerischen Handlungen trainiert.

In jedem Spiel wird von den Kindern ein bestimmtes Verhalten gefordert.
Während des täglichen Freispiels entscheidet jedes Kind selbst, womit es sich beschäftigen möchte. Für den Erzieher ist es aufschlussreich, zu beobachten, welche Spielform das einzelne Kind bevorzugt, wo seine besonderen Stärken liegen (bzw. evtl.Defizite) und wofür sich das Kind interessiert.

Dem Spiel kommt im Kindergarten eine herausragende Bedeutung zu:
Das Kind erschließt sich seine Umwelt über das Spiel – im Spiel finden Lernprozesse ganz unterschiedlicher Art statt:

  • Das Rollenspiel z.B. ermöglicht es dem Kind ein gesellschaftliches Rollenverständnis zu entwickeln, Probleme zu verarbeiten, sich selbst besser zu erkennen: Wo stehe ich? Wie sehe ich die anderen?
  • Gesellschaftsspiele machen nur Spaß, wenn man die Regeln kennt, sich daran halten kann  und wenn man auch gelernt hat, zu verlieren.
  • Im Konstruktionsspiel ist Kreativität gefordert, physikalische Grundregeln werden spielerisch  erprobt, gemeinsam muss nach neuen Lösungswegen gesucht werden, wenn z.B. der geplante Turm immer wieder einstürzt.
  • Puzzles, Memories u.ä. fördern Konzentration und Feinmotorik.

In den Gruppenräumen steht den Kindern unterschiedliches Spielmaterial zur Verfügung:

Material für Rollenspiele in der Puppenecke, Konstruktionsmaterial wie Bausteine, Lego oder Duplo in der Bauecke, Puzzles, Gesellschaftsspiele sowie Bastel- und Zeichenmaterial. Das Spiel ist die Arbeit der Kinder.

„Das Spiel ist der Weg der Kinder
 zur Erkenntnis der Welt, in der sie
 leben und die zu verändern sie berufen
 sind.“ 
( Gorki )


3. Räumliche und personelle Voraussetzungen

Räumlichkeiten:
Räume wirken sich auf das Verhalten der Kinder, ihr Empfinden, ihr soziales Miteinander, ihr Bewegungsverhalten und nicht zuletzt auf ihre Kreativität aus. Deshalb ist der Gruppenraum als wichtigster Aufenthaltsbereich so bedeutend.
Der Spielplatz ist der erweiterte Lebensraum für den Kindergarten. Der Gruppenraum wie auch der Spielplatz sollen über Ecken und Nischen verfügen, die den Kindern das Gefühl von Geborgenheit  und Sicherheit vermitteln und Orientierung geben. Die „Lebensräume“ müssen das Spiel in großen und kleinen Gruppen ermöglichen, den Kindern Anregungen zum Experimentieren geben, die Möglichkeit bieten, sich alleine zu beschäftigen oder sich zurückzuziehen.
Für die Begegnung mit Literatur findet sich in der Kindergarten- und Grundschulbibliothek ein vielfältiges Angebot in ansprechender Umgebung.

Dem Kindergarten sollten genügend ausreichend große und geeignete Gruppenräume zur Verfügung stehen, gemäß der Kindergartengruppen und Gruppenstärken.
Durch die intensive Sprachförderung (Deutsch und Spanisch) und die spezielle Förderung der Vorschulkinder werden weitere kleine Räume für die Kleingruppenarbeit benötigt.
Dem großen Bewegungsdrang dieser Altersgruppe sollte in Form von geeignetem Bewegungs- und Spielraum im Außengelände, sowie durch einen Rhythmikraum Rechnung getragen werden.


Material:
Die verschiedenen Spielbereiche müssen ein vielfältiges Materialangebot wie auch Alltagsgegenstände bereitstellen. Die Kinder machen dadurch die unterschiedlichsten Materialerfahrungen, erlernen den sachgerechten Umgang und lebenspraktische Fähigkeiten.

Sie können Alltagssituationen und Probleme nachspielen und dadurch verarbeiten.
Für die musikalische Früherziehung stehen den Kindern Orff- Instrumente zur Verfügung.


Personal:
Die personelle Besetzung des Kindergartens ermöglicht eine strukturierte, verantwortungsbewusste und integrierende pädagogische Arbeit.

Besondere Schwerpunkte

1. Sprache / Interkulturelle Pädagogik

Die Begegnung der Kulturen und die Bilingualität unserer Schüler sind zentrale Aspekte des Leitbilds unserer Schule.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt daher in der Spracharbeit. Spanische Kinder, die den Kindergarten der Deutschen Schule besuchen, müssen am Ende der Vorschulzeit die deutsche Sprache soweit beherrschen, dass sie in der Lage sind, dem deutschsprachigen Unterricht in der ersten Klasse zu folgen.

Auch die deutschen Kinder brauchen eine optimale Förderung in Erlernen der spanischen Sprache. Eine zusätzliche spanisch sprechende Fachkraft kann in Kleingruppenarbeit die Kinder effektiv fördern und das unterschiedliche Sprachniveau abfangen.


2. Bewegungserziehung

Manche wollen nur den Kopf in die Schule schicken, aber immer kommt das ganze Kind!

Der Bewegung räumen wir in unserem Programm eine besondere Bedeutung ein:
Haltungsschäden, Koordinationsstörungen, Defizite in der motorischen Entwicklung sind heute bereits bei Grundschülern an der Tagesordnung. Der Mangel an Freiräumen, in denen Kinder sich ungefährdet bewegen können, Fernsehkonsum und Computerspiele sind Ursache für Bewegungsmangel schon bei den Jüngsten.

Neueste Ergebnisse der Hirnforschung belegen den engen Zusammenhang zwischen motorischer Entwicklung und der Entwicklung der Intelligenz.  Das beweist, wie dringend Kinder Gelegenheit brauchen, ihre Kräfte und Geschicklichkeit einzu-setzen und zu erproben, ihre Ausdauer zu trainieren, Kreativität und Gleichge-wichtssinn zu entwickeln.

Sport und Bewegungserziehung finden zur Zeit überwiegend im Freien statt. Ein Bewegungs- bzw. Rhythmikraum sollte uns zur Verfügung stehen. Der vorhandene Rhythmikraum bietet Kleingruppen die Möglichkeit zum Trainieren grobmotorischer Fähigkeiten.


3. Weitere Bildungsaspekte sind unter anderem:

  • Förderung der Kreativität/ des kreativen Denkens
  • Begegnung mit Literatur, Entwicklung phonologischer Bewusstheit
  • Entwicklung mathematischer Fähigkeiten
  • Begegnung mit der belebten (Schulgarten) und unbelebten Natur (Naturwissenschaftliche Experimente)
  • Musikalische Früherziehung

Personal

1. Das Team

Die Arbeit mit altersgemischten Gruppen erfordert eine enge Zusammenarbeit im Team.

  • Formal gilt es, organisatorische Absprachen einzuhalten, damit eine       verlässliche Zusammenarbeit möglich ist.
  • Pädagogische Teamarbeit gibt den Kindern die Chance, sich bei Gruppen übergreifenden Angeboten in der Sicherheit abgesprochener Grenzen frei in der Einrichtung zu bewegen, Kontakt mit den Personen aufzunehmen, die sie interessieren und sich ihre Betätigungsfelder auszuwählen.

Eine wirkungsvolle Teamarbeit beruht auf Kooperation statt auf Konkurrenz, ist geprägt von Fachlichkeit, die Problembesprechungen, auch das Aufgreifen von Tabuthemen, ermöglicht.

Spontane Gespräche im Kleinteam ergänzen und ermöglichen eine harmonische Zusammenarbeit.

In den wöchentlichen Teamgesprächen (30 Minuten) werden überwiegend organisatorische Fragen besprochen, Themen bezogene Teamsitzungen über 60 Minuten finden einmal monatlich statt.


2  Was tun die ErzieherInnen?

Am Beginn des Kindergartenjahres steht der/die ErzieherIn einer Gruppe von 18 bis 20 Kindern gegenüber: 18–20 verschiedene Persönlichkeiten, Entwicklungsstufen, familiäre Hintergründe, Erfahrungswerte, Ängste, Probleme, Bedürfnisse!

  • Der/ die ErzieherIn muss in der Lage sein, zunächst durch Sensibilität, Empathie und gute Beobachtungsgabe eine Beziehung auf der Basis gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Zuneigung herzustellen.
  • Er/sie sollte sich in die Sorgen und Probleme der Kinder hineinversetzen können und selbst mit ihnen Spaß haben können (leichter, wenn man sich ein gewisses Maß an eigener Kindlichkeit bewahrt hat).
  • Die genaue Beobachtung jedes Einzelnen ermöglicht ihm/ihr, Stärken und Schwächen zu erkennen, strukturiert und Ziel orientiert zu arbeiten, Methoden zu entwickeln um motivierend auf die Kinder zu wirken.
  • Kreativität, Flexibilität und Humor sind wichtige Grundvoraussetzungen unserer Arbeit, hilfreich ist auch die Fähigkeit, selbst in Stress beladenen Situationen Ruhe und Ausgeglichenheit zu bewahren.
  • Zu einem partnerschaftlichen Miteinander gehört auch gegenseitiger Respekt, Echtheit und Offenheit.

Immer übt der/die ErzieherIn eine Vorbildfunktion aus!

In einer Gesellschaft im Wandel muss der/die ErzieherIn offen sein für Veränderungen, fähig sein, das eigene Verhalten zu reflektieren bzw. in Frage zu stellen, bereit sein für Weiterbildung, sich auf Grenzerfahrungen einlassen können.
Unerlässlich für fachkompetentes Handeln ist eine konstruktive Zusammenarbeit aller an der Erziehung beteiligten Kollegen (Team), Einigkeit über die angestrebten Erziehungsziele, konsequentes Handeln.

In gemeinsamer Anstrengung ist es Aufgabe der ErzieherInnen,

  • den Kindern Freiräume zu schaffen, in denen sie ihre eigene Persönlichkeit entfalten können,
  • Grenzen aufzuzeigen, wo die persönliche Freiheit die Freiheit des anderen einengt,
  • in einer angenehmen Lernatmosphäre die Kinder zu neuen Leistungen zu motivieren.

Kinder erleben motivierte ErzieherInnen als Vorbild für ihr eigenes Tun:
„ Nur wer selbst brennt kann Feuer in anderen entfachen.“
( Augustinus Aurelius )


3. Fort- und Weiterbildung

Mit immer größerer Geschwindigkeit verändert sich unsere Welt und damit einher geht ein Wandel der Aufgaben der Elementarpädagogik.

Durch soziokulturelle Veränderungen werden heute auch an die pädagogische Arbeit im Kindergartenalltag zunehmend neue Ansprüche gestellt. Aus diesem Grund ist eine gezielte Weiterbildung von großer Bedeutung.

Alle Mitarbeiter des Kindergartens haben sowohl das Recht als auch die Pflicht zur Fort- und Weiterbildung, die auch über das BVA gefördert wird. Die Auseinandersetzung mit aktueller Literatur und Themen bezogene Mitarbeiterbesprechungen, gegebenenfalls unter Einbeziehung Dritter
( z.B. Grundschulkollegen / Supervisor ) dienen der Aktualisierung oder Vertiefung der pädagogischen Kenntnisse.


4. Praktikantinnen und Praktikanten

Wir legen Wert auf die Mitarbeit von Praktikanten, die in den Gruppen die Aufgabe einer Zweitkraft übernehmen.

Als ausgesprochen positiv hat sich in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit beruflichen Schulen, die in Deutschland Erzieher ausbilden, erwiesen. Die Schüler/innen dieser Einrichtungen absolvieren ihre Praktika im europäischen Ausland. Durch diese Kooperation sind wir in der Lage, fast das ganze Schuljahr hindurch mit zwei bzw. anderthalb Fachkräften pro Gruppe zu arbeiten.
Der Einsatz als Zweitkraft richtet hohe Erwartungen an die Praktikanten, bietet aber auch die Chance, in einer realen Situation zu lernen und sich zu beweisen.

Die Praktikanten lernen - durch regelmäßige Reflektionsgespräche, Mitarbeit und Vorbereitung im pädagogischen Alltag - selbstständig, verantwortungsbewusst und fachlich kompetent zu arbeiten und beleben den pädagogischen Alltag durch neue Anregungen und Ideen.

Sie werden sowohl durch die Fachschule als auch von dem/der ErzieherIn angeleitet und ausgebildet.

Die Vorschule


Die Vorschule


Die Vorschule ist organisatorisch dem bilingualen Kindergarten angegliedert.
Aus den altersgemischten Gruppen werden jeweils die 5-6 Jährigen
in zwei Vorschulklassen zusammengefasst.
Da wir eine deutsche Auslandsschule sind, hat die Vermittlung der deutschen Sprache oberste Priorität.
Beim Eintritt in die Grundschule muss gewährleistet sein, dass die vorwiegend fremdsprachigen Kinder problemlos dem Unterricht in deutscher Sprache folgen können.
Gleiches gilt für die deutschsprachigen Kinder im Unterrichtsfach "Spanisch".
Daher liegt ein Schwerpunkt in der Vorschularbeit auf der Erweiterung der Sprachkompetenz in beiden Sprachen.

Sprache und Kultur
Sowohl für den deutschen als auch den spanischen Spracherwerb finden täglich Unterrichtseinheiten statt.Dabei erarbeiten die Vorschüler die Lektionen vorrangig in Partner und Kleingruppenarbeit.
 Durch soziale Interaktionen in der täglichen Freiarbeit   wird zusätzlich die verbale Kommunikation in deutscher Sprache erlernt.
Themenbezogene Projektarbeiten, insbesondere landeskundliche, historische und kulturelle Themen sowie kleine Theateraufführungen werden in der Fremdsprache erarbeitet und führen zur Wortschatzerweiterung auf spielerischem Wege.
Für die spätere Vermittlung der Kulturtechniken (Lese-und Schreibkompetenz)  ist die frühe Heranführung /Begegnung des Kindes mit dem geschriebenen Wort von enormer Bedeutung.
In poetischen und prosaischen Texten lernt es beispielsweise
verstärkt Verben im "Präteritum" kennen, desweiteren wird die "phonologische Bewusstheit "durch Gedichte und Reime gezielt gefördert.

Übergang zur Grundschule
Um dem Kind den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu erleichtern,wird in der Vorschule die Alphabetisierung und das Rechnen im Zahlenraum von 1-10 sowie das Schreiben dieser Zahlen eingeübt.
Durch Beobachtungen und Durchführungen von Experimenten,soll das Vorschulkind  mit der Natur und Umwelt und den Beziehungen zueinander Erfahrungen sammeln.
Wichtige Vorbereitung auf den späteren Grundschulbesuch ist die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes durch Stärkung des Selbstbewusstseins sowie das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. Dieses Vertrauen kann einerseits durch religiöse und weltanschauliche Themen ,die zur Auseinandersetzung mit positiven und negativen Emotionen anregen,gefördert und andererseits durch Teamarbeit (soziale Kompetenz) geschult werden.
Darüber hinaus dienen Angebote die die Entwicklung von Fähigkeiten im grobmotorischen(Sport),feinmotorischem (Basteln/Kunst)und
musischem(Singen/Musizieren) Bereich fördern, ebenfalls der Stärkung des Selbstvertrauens.
Der" Kindergartenalltag" unterscheidet sich sehr vom "Schulalltag".
Aus dem Spielen wird Lernen, was den Kindern ein erhöhtes Mass an Aufmerksamkeit,Konzentration und Disziplin abverlangt.
Durch den "Vorschulalltag" wird das Kind Schritt für Schritt auf den
Grundschulalltag vorbereitet. "Alles hat seine Zeit" -  Spielen und Lernen.
 Da sich unsere Vorschule auf dem gleichen Gelände befindet wie die Grundschule,besteht die Möglichkeit zur intensiven Zusammenarbeit.

Gegenseitige Besuche (Grundschüler/Lehrer/Vorschüler) und gemeinsame Projekte fördern die soziale Kompetenz,bauen mögliche "Schulängste" der Vorschulkinder ab und ermöglichen einen sanften Übergang in die erste Klasse.


Nachmittagsbetreuung

Der Kindergarten bietet für die Nachmittagsstunden von Montag – Donnerstag in der Zeit von 14.30 – 16.15 Uhr (Freitag in der Zeit von 14.30 – 15.30 Uhr) ein zusätzliches Betreuungsmodul an. 

Elternarbeit

Die Elternarbeit ist wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, da sich der Kindergarten als Familien ergänzende Institution versteht.

Eine Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Kindergarten ist die optimale Voraussetzung für eine gelungene Kindergartenarbeit. Dazu gehört die Bereitschaft von beiden Seiten, zu Kommunikation, zu Transparenz und zum Erfahrungsaustausch.

Möglichkeiten hierzu bieten sich z.B. durch

  • Elternabende
  • Elternberatungen
  • Gelegenheit zu Einzelgesprächen
  • Gemeinsame Aktivitäten / Feiern / Beteiligung an Ausflügen.
  • Das Mitteilungsheft für Eltern, die selten Gelegenheit haben, zur Schule zu kommen.
  • Kommunikation der Eltern untereinander ( auch zwischen deutschsprachigen und Spanisch sprechenden Eltern ).
  • Informationen am Schwarzen Brett
  • „Tag der offenen Tür“

Gegenseitige Erwartungen sollten geklärt werden.

In einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts und Vertrauens wollen wir unser gemeinsames Ziel – die optimale Förderung Ihres Kindes – gemeinsam angehen.

Öffentlichkeitsarbeit

Durch Feste wie das jährliche Sommerfest, den Laternenumzug und den Weihnachtsbasar, an denen sich der Kindergarten mit den Kindern aktiv beteiligt, gewinnt die Öffentlichkeit einen Eindruck von unserer Institution und den deutschen Traditionen.

Der Kindergarten beteiligt sich auch an der Gestaltung der Homepage der Schule und liefert Artikel und Fotos für das Jahrbuch.

Kinder, Eltern, Träger und Erzieher erleben durch den konzeptionellen Rahmen Sicherheit und Orientierung.


  

Weitere Informationen

Gruppen:  Altersmischung 3-5-Jährige, 1 altershomogene Gruppe/ Kinder unter 3 Jahren, sowie 2 Vorschulgruppen

Gruppenstärke:  18 – 20 Kinder pro Gruppe

Räumlichkeiten (8 Gruppenräume): Ein Vorschulraum, zwei Kursräume für Kleingruppenarbeit, ein Rhythmikraum, eine Teeküche, eine Bibliothek für Kindergarten und Grundschule, drei Toiletten- und Waschräume, ein Personalraum, zwei Spielplätze

Personal: 4 Erzieherinnen, 1 Erzieher, eine Sozialarbeiterin, eine Sozialpädagogin, eine spanische Kinderpflegerin, 6–7 PraktikantInnen (Jahrespraktikanten und PraktikantInnen im Blockpraktikum)

Arbeitszeit: Betreuungszeit montags – freitags von 9.00 Uhr bis 14.20 Uhr (Nachmittags 14.30 Uhr -16.15Uhr, Freitags bis 15:30 Uhr). Dazu kommen zusätzliche Aufsichten, Vor- und Nachbereitungszeit, Elterngespräche, Teamgespräche etc..

Deutschunterricht: Wird täglich durch die Gruppenleitung erteilt

Spanischunterricht: Wird täglich durch eine spanische Fachkraft erteilt

Vorschulunterricht: Die Gruppenleiter unterrichten zwei- bis dreimal wöchentlich die Vorschulkinder ( 8 – 12 Kinder).

Einmal pro Woche findet zudem der Vorschulunterricht in spanischer Sprache statt.

 




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