Geschichte

Die Deutsche Schule Málaga

ist die Nachfolgerin der „Deutschen Schule Málaga“, die 1898 gegründet wurde und bis 1945 dort bestand. Zu der ursprünglichen Bestimmung, nach der die Kinder der in Málaga ansässigen Deutschen nicht ihrer Muttersprache und Kultur entfremdet werden sollten, kam schon früh ein zweites Ziel, nämlich einheimischen Schülern den Weg zu einer deutschen Erziehung zu eröffnen. Im Jahre 1917 waren beispielsweise von den 41 Schülern 26 Deutsche, 10 Spanier und 5 hatten andere Nationalitäten. Wie alle deutschen Auslandsschulen musste auch unsere Schule nach 1933 im nationalsozialistischen Geist geführt werden. Der Zweite Weltkrieg endete mit der Schließung und Enteignung durch die spanische Regierung.

 

Mit der Einrichtung einer deutschen Grundschulklasse in Benalmádena, auf dem Privatgrundstück des Schulneugründers, des im Oktober 1998 verstorbenen Generalkonsuls und späteren langjährigen Präsidenten des Schulpatronats, Hans Hoffmann, begann 1966 ein neues Kapitel der Schule. Wegen des raschen Anstiegs der Schülerzahl, der auf die wachsende Zahl von an der Costa del Sol ansässigen Deutschen zurückzuführen war, wurden die Schüler der Deutschen Schule 1967 zunächst als „Deutsche Abteilung des Colegio ECOS“ Gäste der heutigen Nachbarschule, denn ein eigenes Schulgebäude konnte man sich noch nicht leisten. Wegen des weiteren Anwachsens beider Schulen erfolgte dann 1975 die Trennung. Mit der Einweihung eines eigenen Schulgebäudes wurde die dritte Phase des Neubeginns eingeläutet. 

 

Ende 1977 wurde der neu gegründete Schulverein (Patronat der Deutschen Schule in der Provinz Málaga) als Schulträger eingesetzt.

 

Mehrere Erweiterungen folgten, vor allem der Bau einer Mehrzweckhalle (1988), die Errichtung von fünf neuen Klassenräumen an der unteren Gebäudeseite zum Jahresbeginn 1997 sowie der Kauf des Grundstücks und Gebäudes der Hanns-Seidel-Stiftung (1997). Das ehemalige Gebäude der Hanns-Seidel-Stiftung wurde das Hauptgebäude mit Unterrichtsräumen der Oberschule und den Büros der Schulleitung und Verwaltung. Außerdem wurden die Schulküche und der Speisesaal in diesem Gebäude untergebracht. Der Kindergarten, die Vor- und Grundschule, die naturwissenschaftlichen Fachräume, ein Computerraum und die Fachräume für Musik und Kunst verteilten sich auf die anderen Bauten.

 

Am 2. Juni 2000 fand die Einweihung die Sternwarte mit einem 12-Zoll-Hochleistungs-Teleskop mit Kuppel auf dem Dach der Schule statt. Dieses Projekt geht auf die Initiative von Prof. Hirt, dem Vizepräsidenten des Freundeskreises der Sternwarte, zurück und konnte mit der großzügigen Hilfe des Rotary Clubs realisiert werden. Im August 2004 wurde das Teleskop dank Prof. Hirt durch ein noch leistungsstärkeres 14-Zoll-Gerät ersetzt.

 

Im Jahr 2000 wurde auch die Sportanlage der Schule durch eine Leichtathletik-Anlage erweitert und im folgenden Jahr 2001 entstanden ein Schwimmbecken und neue Räume für die Fächer Kunst und Musik.

 

Im Jahr 2002 entstand neben einem neuen Physik-Hörsaal die erste Phase eines naturnahen Kinderspielplatzes. Auch wurde der Bau neuer Räume unter dem Parkdeck in Auftrag gegeben.

 

Im Jahr 2003 konnten den Schülern im Sportbereich großzügige Umkleidekabinen mit Duschen zur Verfügung gestellt werden. Auch der Sporthallenboden wurde mit einem neuen Belag ausgestattet.

 

Am 17. März 2005 fand die Einweihung des großen gemeinsamen Lehrerzimmers in den ehemaligen Klassenzimmern unter dem Parkdeck statt und im alten Lehrerzimmer wurde eine neue Bibliothek für die Oberschule mit fünf Computern eingerichtet. Die Grundschulbibliothek und ein Vorschulklassenzimmer wurden im Altbau untergebracht.

 

Im Mai 2007 wurde eine Photovoltaikanlage auf der Terrasse neben der Sternwarte angebracht.

 

Im März 2009 fand die Einweihung des DaF-Kompetenz- und Ressourcenzentrums statt. Durch Lehrerfortbildungen, Beratung und Hospitationen sollte es Schulen in der Provinz Málaga, die Deutschunterricht anbieten, unterstützen. Mittlerweile wird dieses Zentrum von dem Prüfungszentrum des Goethe-Instituts genutzt, das der Schule im Juli 2010 angegliedert worden ist.

 

Seit 2003 befindet sich die DS Málaga im Prozess intensiver Schulentwicklung. Auf die Selbstevaluation im Jahre 2004 folgte die Fremdevaluation/Peer-Review im Oktober 2006. Im März 2008 wurde die DS Málaga als erste von nunmehr über 140  offiziellen Deutschen Auslandsschulen durch die Bund-Länder-Inspektion mit dem Gütesiegel‚ „Exzellente deutsche Auslandsschule“ ausgezeichnet.

 

Eine Zwischenevaluation im Jahr 2011 bestätigte der DS Málaga den Status der exzellenten Auslandsschule. Baulich wurde ein neuer Physiksaal in das Schulgebäude integriert. Zudem erzielte die DS Málaga in diesem Jahr beim Exzellenzwettbewerb „Innovatives Lernen“ von Staatsministerin Cornelia Pieper einen Sieg, der mit einer Exzellenzurkunde für innovativen Unterricht und einer Förderprämie von 60.000 Euros verknüpft war.

 

In den Jahren 2011 und 2012 hatte die Schule großes Glück, dass zwei verheerende Waldbrände jeweils zu Schuljahresbeginn nur geringe Schäden an den Schulgebäuden anrichteten. Vor allem der Schulgarten hatte gelitten, wurde aber zügig wieder aufgebaut.

 

Im Sommer des Jahres 2012 begannen die größten Renovierungsarbeiten der jüngeren Schulgeschichte: Das ursprüngliche Hauptgebäude aus dem Jahr 1975 wurde von Grund auf renoviert und gleichzeitig erweitert. Es beherbergt nun die Räume für die integrierte Musikschule, einen neuen Informatikraum, moderne Kunst- und Musikräume sowie die Appartements für die Schulpraktikanten. Außerdem wurde dort eine moderne Grundschulbibliothek eingeweiht. Zeitgleich wurden – finanziell unterstützt durch außerordentliche Fördermittel aus Deutschland – im Hauptgebäude der Schule moderne naturwissenschaftliche Fachräume für Biologie und Chemie eingerichtet.

 

Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen der erneuten Überprüfung durch die deutschen Aufsichtsbehörden. Die zweite Bund-Länder-Inspektion (BLI) meisterte die Schule mit Bravour: Das exzellente Ergebnis des Jahres 2008 wurde noch übertroffen, die Schule erhielt erneut das Gütesiegel „Exzellente deutsche Auslandsschule“ verliehen.

 

Beim erstmalig für Auslandsschulen ausgeschriebenen Wettbewerb „Der Deutsche Schulpreis“ von der Robert Bosch und der Heidehof-Stiftung wurde der Deutschen Schule in der Provinz Málaga im Frühjahr 2016 der Status einer „TOP-Schule“ im Ausland zuerkannt. Hiermit konsolidierte sie ihre herausgehobene Stellung unter den Deutschen Auslandsschulen.

 




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Luftbild der Schule aus dem Jahre 1981: Die Schule liegt noch isoliert auf der Bergkuppe. Auch das Gebäude der Hanns-Seidel-Stiftung ist noch nicht errichtet.
Luftbild der Schule aus dem Jahre 1983: Im Hintergrund die Küste.
Luftbild aus dem Jahre 1987: Am rechten Bildrand erkennt man das Gebäude der Hanns-Seidel-Stiftung.
Luftbild aus dem Jahre 1990