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Ein Rundgang durch Baelo Claudia

01.07.2019 | 

Am 5. Juni besuchten die Schüler der siebten Klassen die Ruinen der römischen Stadt Baelo Claudia, die sich am Fuße der Düne von Bolonia, in der Provinz Cádiz, befinden. 

Vor Ort konnten sie sich davon überzeugen, welchen Wissensstand die Bewohner dieser Gegend damals schon hatten: diese frühen Gaditaner wussten schon um die Vorzüge des Thunfisches und wie er zu verarbeiten ist, um das Beste aus ihm herauszuholen. Vor mehr als zweitausend Jahren waren sie Experten im Einsalzen des Fischs, der im gesamten römischen Reich beliebt war, sowie in der Herstellung der in jener Epoche als Delikatesse geltenden Garum-Sauce. Dank des von römischen Ingenieuren konstruierten imposanten Straßennetzes und der Schiffsverbindungen waren die Produkte im gesamten Römischen Reich erhältlich. So wurde Baelo Claudia zu einer für das Reich wichtigen Stadt mit schier unerschöpflichem Fischvorrat. Ihr Hafen in der Bucht von Bolonia, am Fuße der Düne, wurde von zahlreichen Handelsschiffen des Mittelmeeres aufgesucht. 

Die Blütezeit der Stadt war vom zweiten Jahrhundert v. Chr. bis zum zweiten Jahrhundert n. Chr., also mehr als 400 Jahre, bis ein Seebeben den Niedergang einläutete. Doch erst im siebten Jahrhundert wurde die Stadt endgültig aufgegeben. 

Die von einem Archäologiedozenten der Universität Cádiz geführte Besichtigung war interessant und bereichernd und weckte auch die Neugier der Schüler , die aufmerksam zuhörten und viele Fragen stellten. 

Der Ausflug endete, wie sollte es anders sein, mit einem erfrischenden Bad im Meer; einige ganz Mutige erklommen sogar die imposante Düne.




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