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Unterrichtscoaching an der DS Málaga 1.-5. Oktober 2012

02.05.2013 |  Autor: Dr. S. Bückmann

Was macht man, wenn man wissen möchte, wie es um den Unterricht an der eigenen Schule bestellt ist und die nächste Schulinspektion näher rückt? Man lädt sich, weil man sich auf die eigene Sichtweise nicht verlassen kann, Experten ein und schickt sie mit einem Unterrichtsbeobachtungsbogen in die Klassen.


Eine solche Fortbildungsveranstaltung fand Anfang Oktober an der DS Málaga statt. Auf Grund der guten Erfahrungen des vergangenen Schuljahres mit den Unterrichtscoaches Markus Franz, Stefan Schneider und Lars Wellershoff vom Lehrerausbildungsseminar Braunschweig lud die Schule sie erneut ein, allerdings unter anderen Vorzeichen. Hatte im Oktober 2011 der Schwerpunkt der Unterrichtsbesuche darauf gelegen, die Lehrkräfte aus Grund- und Oberschule in der kollegialen Beratung zu schulen, stand diesmal die Unterrichtsbeobachtung an sich, mit anschließendem Beratungsfeedback durch die Coaches, im Vordergrund.
Grundlage für die Unterrichtsbesuche war der bisherige Beobachtungsbogen der Bund-Länder-Inspektion (BLI), denn wir wollten wissen, inwieweit wir die Kriterien für guten Unterricht erfüllen und an welchen Punkten weitere Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung eingeleitet werden sollten.


An vier Tagen besuchten die drei Coaches sage und schreibe 36 Lehrkräfte in ihrem Unterricht und hatten im Anschluss eine weitere Unterrichtsstunde zur Rückmeldung und kollegialen Besprechung zur Verfügung – ein Mammutunternehmen, das dank der hervorragenden Planung der stellvertretenden Schulleiterin Meta Rebeck reibungslos ablief. Am Freitag, dem 5. Oktober, erfolgte nach Ende des regulären Unterrichts eine erste mündliche Rückmeldung an die Steuergruppe Schulentwicklung, und Ende Oktober bekamen wir dann den schriftlichen Bericht.


Das Ergebnis war erfreulich und vor allem sehr hilfreich. Die Experten bescheinigten uns erneut eine große Bereitschaft des gesamten Kollegiums, sich weiterzuentwickeln und ein wirklich gutes pädagogisches Klima, was die Grundvoraussetzung dafür ist, Unterricht überhaupt weiterentwickeln zu können.


Sehr erfreulich war auch die Feststellung, dass wir uns seit ihrem letzten Besuch bereits deutlich weiterentwickelt hatten und viele Anregungen aus ihren kollegialen Beratungen aufgegriffen worden waren. Die beste Nachricht war natürlich, dass wir bei allen Einzelkriterien klar im positiven Bereich der Bewertung liegen. Untersucht wurden die vier Merkmale „Unterrichtskonzeption“, „Unterrichtsgestaltung“, „Stärkung der Schülerpersönlichkeit“ sowie „Leistungsanforderung und Rückmeldung über erbrachte Leistungen“.


Die Steuergruppe Schulentwicklung nahm Ende Oktober auf einer Fortbildung mit dem von Deutschland für die iberische Halbinsel bestellten Experten für Schulentwicklung, Ralf Dietl, und in einer weiteren Sitzung am 12. November die detaillierte Auswertung des Berichts der Coaches vor. Darin wurde beschlossen, an welchen Punkten auf dem Pädagogischen Tag am 21. Dezember vorrangig gearbeitet werden soll, um die Unterrichtsqualität an der DS Málaga weiter zu steigern. Klar wurde dabei, dass die kollegiale Hospitation, die seit mehreren Jahren praktiziert wird, der Dreh- und Angelpunkt jeder Verbesserung ist. So wurde dann auch diese Form der gegenseitigen Unterrichtsbesuche an die im Dezember entwickelten neuen Maßnahmen zu den Oberthemen Binnendifferenzierung und Einbindung der Schüler in die Lehr- und Lernprozesse gekoppelt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt läuft die Phase der Erprobung der erarbeiteten Methoden über die kollegiale Hospitation. Eine Analyse der erhobenen Daten ist für den Pädagogischen Tag im September vorgesehen. Schulentwicklung ist ein immerwährender Prozess und auch gute Ergebnisse dürfen nicht zur Selbstzufriedenheit führen, sondern müssen ein Ansporn dazu sein, noch besser zu werden!




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