Detailansicht

„Der Forschungsdrang gehört zur menschlichen Natur“

23.03.2018 | 

Astrophysiker Dr. Dominik Elsässer drei Tage zu Besuch an der Deutschen Schule Málaga 

Was sind aktive Galaxienkerne? Was machen Astronomen eigentlich tagsüber? Leben Schwarze Löcher ewig? Wie ist die Mensa der TU Dortmund?

Diese und andere Fragen konnten die Schüler der Deutschen Schule Málaga vor Kurzem an den Astrophysiker Dr. Dominik Elsässer richten, der auf Einladung des stellvertretenden Schulleiters, Georg Wilke, drei Tage lang die Schule besuchte (13. – 15. März). 

In seinem Vortrag zum Thema „Das Universum im Licht der extremen Gammastrahlung“ hob Dr. Elsässer die extrem erfolgreiche Kooperation spanischer und deutscher Institutionen auf dem Feld der Astrophysik am Calar Alto (Almeria) und auf der Kanareninsel La Palma hervor. Mit den dortigen Teleskopen seien in den letzten Jahrzehnten viele wichtige Erkenntnisse, unter anderem zu den Zentren aktiver Galaxien, gewonnen worden, die mittlerweile weit über die astronomische Grundlagenforschung hinaus wirkten. Ganz besonders wichtig hierbei sei auch die Beobachtung in Spektralbereichen die dem menschlichen Auge nicht zugänglich sind.

Der Vortrag gab den Schülerinnen und Schülern einen Überblick zu den aktuellen Beobachtungsmethoden und den Erkenntnissen zu aktiven Galaxienkernen und verwandten Phänomenen mit besonderem Fokus auf den hochenergetischen Gammastrahlungsbereich. Dr. Elsässer zeigte sich sehr beeindruckt von dem Interesse und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler. „Bewahrt Euch diese Neugier, egal was ihr später machen werdet. Der Forschungsdrang gehört zur menschlichen Natur!“, gab er den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. 

In den drei Tagen seines Besuchs stand Dr. Elsässer den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe noch in weiteren Fragestunden zur Verfügung, unter anderem auch zu Fragen nach Studien- und Berufswahl. An der TU Dortmund zählt auch die Ausbildung und Betreuung von Studierenden des Lehramts der Physik zu seinen Aufgaben, so dass er kompetent auch diese Fragen beantworten konnte.

„Für die Schüler ist ein solcher Besuch eine besondere Gelegenheit, authentisch und intensiv einen Blick in aktuelle wissenschaftliche Forschung zu werfen“, sagte der stellvertretende Schulleiter Wilke. „Ich freue mich sehr, dass sie am 11. Mai dazu wieder Gelegenheit haben werden, wenn eine Astronomin aus Heidelberg zu Besuch kommen wird.“




Zurück | Nach oben | Druckansicht
Sprachauswahl