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Praktikumsmesse an der Deutschen Schule Málaga

25.09.2017 | 

Seit bereits 12 Jahren bekommen die Elftklässler die Chance, ein Praktikum in Berlin zu absolvieren. Dabei werden viele der Praktikumsplätze jedes Jahr erneut angeboten, so zum Beispiel in Einrichtungen wie dem ZDF, der Spanischen Botschaft, dem Bundestag oder der Charité. In manchen Fällen aber kümmern sich die Schüler selbst um einen ganz besonderen Praktikumsplatz, so wie im vergangenen Mai bei Airbus, dem Institut für Musikforschung oder bei McKinsey. Welche Erfahrungen die Schüler hierbei gemacht haben, wie man den Praktikumsplatz bekommt, was der Arbeitgeber erwartet und ob es Spaß gemacht hat oder nicht – dies alles haben die Zwölftklässler am vergangenen Freitag den Elftklässlern, die im Juni 2018 nach Berlin reisen werden, auf der Praktikumsmesse erklärt. 

Dabei hielten jene Schüler, die in Vierergruppen jeweils bei einem Arbeitgeber waren, Vorträge, alle anderen Schüler hatten Messestände aufgebaut, an denen sich die Elftklässler informieren konnten. Powerpoint-Präsentationen, Plakate und Flyer unterstützten das Erzählte.

Dabei wurde deutlich, dass die Erfahrung für alle Schüler sehr spannend und dass sowohl der Lerneffekt als auch der Erkenntnisgewinn in vielen Fällen immens war. Angefangen beim Bewerbungsprozess, den die Schüler mit Unterstützung ihrer Deutschlehrer in Eigenverantwortung durchführen, über die richtige Organisation der Anfahrtswege mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zum pünktlichen Erscheinen und der eigenverantwortlichen Arbeitseinteilung beim Praktikum waren die Schüler durchweg gefordert. Wer beim Bundestag war, durfte dann bei Ausschusssitzungen teilnehmen, konnte sich Reden im Bundestag anhören, war aber auch selbst gefragt, wenn es um das Durcharbeiten und Zusammenfassen von Schriftsätzen ging. Und wer viel Eigeninitiative zeigte, wurde auch belohnt: „Am Ende durfte ich einer Rede von Angela Merkel beiwohnen“, erinnert sich Victor Palanco. An der Charité war Mitarbeit gewünscht – wenn auch nicht immer zwingend erforderlich, die eigenen Grenzen der Schüler wurden respektiert. „Wir haben sehr viel gelernt, unter anderem, dass bei medizinischen Berufen viel Körpernähe gefragt ist. Wer damit nicht umgehen kann, sollte wohl kein Medizinstudium ergreifen“, so Nina Schüle.  

Aber auch für die Lehrer sind diese Praktikumstage eine große Bereicherung: „Es ist schön zu sehen, wie sehr sich auch Schüler einsetzen und aufblühen, die im Schulalltag vielleicht nicht ganz so aktiv sind. Sehr befriedigend sind immer wieder die tollen Rückmeldungen der Arbeitgeber über unsere Schüler: sie alle hätten ein sehr gutes Deutsch-Niveau und seien im Vergleich zu Praktikanten aus Deutschland sogar selbstsicherer und gewandter“, so Frau Dr. Bückmann, die die Schüler schon häufig nach Berlin begleitet hat.

Nun sind die Elftklässler gefordert und planen ihre Praktikumstage für Berlin 2018.




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